Syrien: Schutzzonen bleiben umstritten, IS verlegt Hauptquartier nach Deir ez-Zor

Syrien: Schutzzonen bleiben umstritten, IS verlegt Hauptquartier nach Deir ez-Zor

17.05.2017

Die Kämpfe haben sich nach der Einrichtung der Schutzzonen durch Russland, die Türkei und den Iran zwar beruhigt, jedoch nicht völlig aufgehört. Die syrische Opposition lehnt den Plan mit der Begründung ab, dass Russland bisher nicht zur Einhaltung der vereinbarten Waffenruhe beigetragen hat. Präsident Bashar Al-Assad hingegen sieht die Zonen nicht nur als Möglichkeit zum Schutz der Zivilbevölkerung, sondern auch als Chance für eine Amnestie für Rebellen, die ihre Waffen abgeben wollen. Außerdem sollen die Rebellen helfen, die Jihadisten des IS und dessen Verbündeten aus den Schutzzonen zu vertreiben. Die Gebiete sollen von der syrischen Armee mit Hilfe des Iran und der Hisbollah-Milizen verteidigt werden.  

  
Der Islamische Staat soll inzwischen sein Hauptquartier aus dem nordsyrischen Raqqa ins ostsyrische Deir ez-Zor verlegt haben. Dort haben Kampfflugzeuge der Anti-IS-Koalition in den letzten Tagen Stellungen der Jihadisten angegriffen, auch die syrischen Streitkräfte dürften dort derzeit Kräfte für eine Offensive gegen den IS bereitstellen.