Kolumbien: Rebellen unterzeichnen Friedensvertrag mit Regierung

Kolumbien: Rebellen unterzeichnen Friedensvertrag mit Regierung

31.08.2016

Seit dem 29. August gilt in Kolumbien ein Waffenstillstand zwischen den Streitkräften und der Rebellengruppe FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens). Damit wird der Bürgerkrieg gegen die linksgerichteten Rebellen, der mehr als 250.000 Tote gefordert hatte, nach fünf Jahrzehnten offiziell beendet. Das Abkommen sieht eine Entwaffnung der FARC vor, dafür sollen die Rebellen in den politischen Prozess eingebunden werden. Neben einer Landreform ist auch eine Teilamnestie geplant, die innenpolitisch besonders umstritten ist. Am 2. Oktober wird die Bevölkerung in einem Referendum über den Friedensvertrag abstimmen.

Mit der zweiten großen Rebellenorganisation ELN (Volksbefreiungsarmee) werden ebenfalls seit Jahren Verhandlungen geführt, dabei wurde bisher aber noch keine Einigung erzielt. Die Stärke der ELN wird auf ca. 5.000 Mann geschätzt, sie gilt als noch radikaler als die FARC.