Israel: Unruhen wegen Tempelberg halten an

Israel: Unruhen wegen Tempelberg halten an

25.07.2017

Angesichts einer neuerlichen Gewalteskalation im Streit um den Zugang zum Tempelberg in Jerusalem am Freitag haben Ägypten, Frankreich und Schweden eine Dringlichkeitssitzung im UNO-Sicherheitsrat beantragt, um über den Konflikt zu beraten. Seither wurden mindestens sieben Personen getötet und 450 Menschen bei den Unruhen verletzt, davon 120 allein am vergangenen Sonntag. Die Palästinenser werfen Israel vor, seine Kontrollrechte über den Tempelberg ausweiten zu wollen und stellten daher sämtliche offiziellen Kontakte zu Israel ein. Experten warnen vor einer erhöhten Gefahr vor einem neuerlichen Palästinenser-Aufstand. 

Indessen ereignete sich eine Schießerei auf dem Gelände der israelischen Botschaft in der jordanischen Hauptstadt Amman, bei der zwei Personen getötet und einige weitere verletzt wurden. Ein Zusammenhang zu den Auseinandersetzungen um den Tempelberg wird von den Behörden nicht ausgeschlossen, da auch in Jordanien tausende Menschen wegen des Konflikts um den Zugang zum Tempelberg gegen Israel auf die Straße gingen.