Irak, Syrien: IS weiter auf dem Rückzug

Irak, Syrien: IS weiter auf dem Rückzug

08.08.2017

Den USA zufolge hat der IS bereits 70.000 km² des Gebiets, das im Irak und in Syrien eingenommen worden war, verloren. Das entspricht im Irak 80 Prozent des einstigen IS-Territoriums und in Syrien 60 Prozent. Die irakischen Sicherheitskräfte setzen inzwischen die Säuberung von Mossul fort, stoßen dort aber immer wieder auf Schläferzellen des IS. Laut UN-Ermittlern setzt der IS jedoch den Völkermord an der jesidischen Minderheit im Irak fort und soll bereits mehrere tausend Männer und Jugendliche entführt und getötet haben sowie mit Gewalt gegen Frauen und Mädchen vorgehen. Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger warnte unterdessen davor, dass der Iran die Zerschlagung des Islamischen Staates ausnützen könnte um insbesondere im Irak seinen Einfluss weiter auszubauen.

In Syrien forciert Russland derzeit die Durchsetzung der geplanten Deeskalationszonen, auf die sich das Land mit der Türkei und dem Iran geeinigt hat. Vergangene Woche wurde nach Deraa, im Süden des Landes, in Ost-Ghouta nahe Damaskus, die zweite Zone eingerichtet. Russische Militärpolizisten errichteten dort Checkpoints und Beobachtungsposten um die Zonen zu überwachen.